Warum Spiritualität mein Leben gerettet hat…

Es erfordert Mut sich einzugestehen, dass tatsächlich nichts in mein Leben kommen kann, das ich nicht selbst ausgelöst habe. Auch mein größter Schmerz nicht...
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Ich war 3 Jahre alt, als meine Mutter sich von meinem Vater trennte. Je nachdem, ob das Verhältnis zwischen ihnen gerade entspannt war oder nicht, holte unser Vater meine Schwester und mich am Wochenende ab, um mit uns etwas zu unternehmen – oder eben auch nicht. Ansonsten war mein Vater für mich nicht greifbar. Meine Mutter begann zu der Zeit noch einmal zu studieren, was für mich und meine Schwester bedeutete, dass wir von unserer Oma betreut wurden. Wir wohnten zu der Zeit mit meinen Großeltern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung zusammen.

Zwei Jahre später zogen wir um, in ein eigenes Haus, das meine Großeltern für die ganze Familie gebaut hatten. So wohnten dann meine Großeltern, meine Tante mit Mann und Kind, und meine Mutter mit meiner Schwester und mir unter einem Dach. Tagsüber waren wir weiterhin mit unserer Oma, die sehr streng und unnahbar war. Abends kam meine Mutter nach Hause, meist erst kurz bevor wir ins Bett mussten.

Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter mich mal in den Arm genommen, oder statt meines Namens ein Kosewort zu mir gesagt hätte.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, jemals von ihr geküßt worden zu sein (außer des obligatorischen Gute-Nacht-Kusses) oder von ihr jemals die Worte „ich hab dich lieb“ gehört zu haben.

Ich hatte schreckliche Angst wenn der Abend kam und es dunkel wurde. Ich hatte Angst vor dem Alleinsein in der Nacht, denn einmal zu Bett gebracht, durfte ich nicht wieder aufstehen, um zu meiner Mutter zu gehen. Wenn ich es doch tat, wurde sie furchtbar zornig und schimpfte mit mir. So starrte ich stundenlang auf den Glaseinsatz unserer Kinderzimmertüre, ob ich aus dem Zimmer meiner Mutter noch Licht sehen konnte, denn solange sie wach war, fühlte ich mich zumindest sicher, aber dennoch schrecklich einsam.

Meiner Schwester, die 2 Jahre älter ist, ging es nicht so. Sie war nur genervt davon, dass ich alle 5 Minuten fragte, ob sie schon schläft und machte sich auch oft lustig über meine Angst.

Heute weiß ich, dass meine Mutter unter einer narzisstische Persönlichkeitsstörung leidet und daher meine Schwester ganz anders behandelte als mich. Während ich das „schwarze Schaf“ war, bekam meine Schwester die Rolle des „goldenen Kindes“. Somit erlebte sie unsere Kindheit komplett anders und machte sich oft einen Spaß daraus, sich über meine Not lustig zu machen und mich in Situationen zu bringen, die das Gefühl des Abgelehntwerdens noch verstärkten.

Jeder Versuch, mit meiner Mutter über meine Angst und Einsamkeit zu sprechen, wurde abgewiegelt. Meine Mutter sagte, es wäre lächerlich sich in einem Haus voller Menschen einsam zu fühlen und Angst zu haben.

Und so blieb ich nach jedem Gespräch beschämt zurück, mit dem Gefühl, dass etwas mit mir nicht stimmt – sonst würde ich nicht so empfinden. Als ich etwas älter wurde dachte ich immer öfter daran, mich umzubringen. Der Gedanke, das Ganze beenden zu können, wenn ich es gar nicht mehr aushalten könnte, war über viele Jahre mein größter und einziger Trost.

Der Tag, an dem sich ALLES für mich änderte

Ich war 12 Jahre alt, als ich – komischer Weise von meiner Mutter – ein Buch in die Hände bekam, das alles verändern sollte. Es war ein Buch über Spiritualität, über die Macht von Gedanken und darüber, wer wir wirklich sind. Ich las in dem Buch und es war, als ob sich vor mir eine komplett neue Welt auftat. Eine Welt, in der ich nichtmehr das Opfer irgendwelcher Umstände sein musste, sondern plötzlich Schöpfer meines Lebens sein konnte. Natürlich verstand ich vieles nicht wirklich, von dem was ich las.

Es war auch eigentlich kein Verstehen, sondern vielmehr ein Fühlen.

Ich fühlte, dass das die Wahrheit war: Ich bin Schöpfer meines Lebens und muss jetzt nur noch herausfinden, wie ich mir das Leben erschaffen kann, nachdem ich mich schon immer sehne. Ein Leben voll Liebe, Freude und Leichtigkeit. Das gab mir so viel Hoffnung, Mut und Kraft. Und so begann mein spiritueller Weg, der bis heute andauert.

Ich habe viele, viiiieeele Bücher gelesen, Seminare besucht, Coachings gemacht und habe mich diesem Thema von so vielen unterschiedlichen Seiten genähert. Es ist der rote Faden meines Lebens, das was mein Herz zum Singen bringt. Natürlich ging es von da an nicht nur noch bergauf. Es gab immer wieder Rückschläge, Niederlagen und echte Sch…situationen. Aber ich fiel nie mehr in diese totale Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zurück, aus der ich gekommen war. Ich fühlte mich zu jedem Zeitpunkt geführt und hatte Vertrauen, dass alles gut werden würde. Ich musste eben nur weitergehen, weitermachen, weiter wachsen und genau das tat ich.

Heute bin ich 39 Jahre alt, habe seit 17 Jahren den Mann meiner Träume an meiner Seite und 3 wundervolle Kinder mit ihm. Wir haben gemeinsam ein Geschäft aufgebaut und noch große Pläne für die Zukunft. Ich bin glücklich, erfüllt und dankbar – für ALLES in meinem Leben. Aber natürlich ist es nicht so – auch bei mir nicht – dass ich auf meinem Sofa sitze, meditiere, an die Menschen, Dinge und Ereignisse denke, die ich gerne hätte… und schwups erscheinen sie vor meinen Augen. Ich habe begriffen, dass es vielmehr darum geht, für sein eigenes Leben mit allem was darin ist, die Verantwortung zu übernehmen und es auf sich zu beziehen. Es reicht nicht nur zu wissen, dass unsere Gedanken und Gefühle Schwingungen sind und diese Schwingungen in der gleichen Qualität zu uns zurückkehren.

Es erfordert Mut sich einzugestehen, dass tatsächlich nichts in mein Leben kommen kann, das ich nicht selbst ausgelöst habe. Auch mein größter Schmerz nicht.

Gleichzeitig gibt mir aber genau das eine unglaubliche Macht, denn wenn ich es selbst verursacht habe, dann habe ich es auch in der Hand, mir in Zukunft etwas anderes zu erschaffen, indem ich andere Ursachen setze. Wenn es hingegen vom Zufall abhinge, so bliebe ich immer ein Opfer. Das Leben ist nicht ungerecht oder hart zu uns. Im Gegenteil, alles in unserem Leben geschieht für uns, zu unserem Besten. Wir bekommen vom Leben immer das, was wir gerade brauchen, um unsere eigenen verdrängten Gefühle zu erkennen und anzunehmen. Ohne den Spiegel im Außen, in Form von Menschen und Situationen, die genau diese Gefühle ans Licht bringen, hätten wir keine Chance, das was tief in uns verschüttet und begraben ist, zu entdecken, um es anzunehmen und zu integrieren. Doch nur so werden wir Stück für Stück heiler, vollkommener und ganz. Und genau das ist es, worum es letztendlich geht.

Vielleicht hilft ein Beispiel, um es noch besser zu verstehen:


Wenn ich in mir ganz viel unterdrückte Wut habe, die ich als Kind nie ausleben durfte, weil ich dafür bestraft oder beschämt wurde, werde ich durch die Schwingung dieser unterdrückten Wut, die immer da ist, auch wenn ich sie nicht bewusst wahrnehme, immer wieder Situationen anziehen, die mich wütend werden lassen.
Die Wut, die ich in dem Moment spüren kann, ist aber immer meine eigene, die schon vorher da war. Sie ist nicht von jemand anderem gemacht, er ist lediglich der Auslöser, der „Knopfdrücker“.
Sobald ich die Verantwortung für dieses Gefühl übernehme, die Wut als mein eigenes Gefühl annehme und ihr den nötigen Raum gebe, kann Heilung geschehen.

Die tatsächlichen Schöpfungskräfte sind also weniger unsere Gedanken, als unsere Gefühle. Gedanken lösen allerdings Gefühle aus und wenn ich permanent an Dinge in der Vergangenheit denke, die mich traurig oder wütend gemacht und mich verletzt haben, dann hole ich dieses Gefühl immer wieder in meine Gegenwart und erschaffe mehr desgleichen für die Zukunft. Ganz besonders, wenn ich das nicht mit der Absicht tue, die Verantwortung zu übernehmen und den Raum für die Heilung zur Verfügung zu stellen, sonder stattdessen von außen Mitleid oder Zustimmung für mich als Opfer bekommen möchte. Das ist auch der Grund, warum „positiv Denken“ nur sehr begrenzt funktioniert. Ich kann mir noch so oft denken ich bin erfolgreich und wohlhabend – wenn ich mich tief in mir als totaler Versager fühle, der es nicht verdient hat, glücklich und wohlhabend zu sein… tja, dann werden meine positiven Gedanken nicht das gewünschte Ergebnis bringen.

Wenn meine Gedanken und Gefühle nicht im Einklang sind, dann sind es immer die Gefühle, die meine Realität erschaffen.

Was kannst du also tun, um in deinem Leben eine Veränderung herbeizuführen?

Verändere deine emotionale Signatur, indem du achtsam bist was du denkst und welche Gefühle in dir hochkommen. Nimm deine Gefühle an, kümmere dich um sie und gib ihnen den benötigten Raum für die Heilung. Beschäftige dich bewusst mit dem, was du dir wünschst für dein Leben, dann kommen die positiven Gefühle von ganz alleine. Höre auf gegen das zu kämpfen, was du nicht (mehr) haben willst, damit führst du ihm nur weiter Energie zu. Nimm es an, wie es jetzt ist und schau, was es mit dir macht und wisse, dass es in dem Moment, indem du es WAHR- genommen hast, seine Aufgabe erfüllt hat und gehen darf.

Natürlich ist es ein Weg und nicht ein Hebel, den du einfach umlegen kannst. Aber wie jeder Weg, so beginnt auch dieser mit einer Entscheidung und dem ersten Schritt.

Wenn ich dich mit meiner Geschichte dazu inspirieren konnte, dann freue ich mich von ganzem Herzen!

Alles Liebe, Heinke

Heinke Pfeiffer

Heinke Pfeiffer

... ist dreifache Mama, Lebensgefährtin, Unternehmerin, spirituelle Bewusstseinstrainerin und Freigeist.

Aufgrund ihrer langjährigen spirituellen Erfahrungen und motiviert durch ihre eigene Geschichte unterstützt sie heute auch andere Mamas, die in einer Lebenskrise stecken, die tiefere Botschaft dieser Krise zu erkennen und die Ursachen, die meist in der eigenen Kindheit liegen zu heilen.

Sie vermittelt in ihren Coachings die Grundlagen und die praktische Umsetzung der universellen Gesetze, um Mamas in ihre bewusste Schöpfermacht zu begleiten.

Ihre große Vision: Das Recht auf Entfaltung des seelischen und geistigen Potenzials für alle Mamas und ein daraus resultierendes glückliches und sinnerfülltes Leben.

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